Fragen zur Mitgliedschaft
Mitglied von PROphysio können angestellte Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Selbstständige, Einzelpraxen, Praxisverbände, Grosspraxen und Kliniken, die für eine wirkungsorientierte und evidenzbasiert Physiotherapie stehen. Wir bieten folgende Mitgliedschaften:
- Organisationen der Physiotherapie (ODP)
- Einzelmitglied selbstständig
- Einzelmitglied angestellt
- Studierende
- Passivmitglied
- Gönnermitglied
Ja. PROphysio bietet auch für kleinere Praxen und unterschiedliche Organisationsformen passende Mitgliedschaftsmodelle mit hilfreichen Dienstleistungen und weiteren Vorteilen an. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite über die Mitgliedschaften.
PROphysio bietet verschiedene Mitgliedschaftsformen für Organisationen, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie Unterstützende an - mit unterschiedlichen Mitgliederbeiträgen. Die aktuellen Mitgliederbeiträge und Leistungen finden Sie auf der Mitgliedschaften-Seite.
Wir setzen die Mitgliederbeiträge gezielt in fünf sehr wichtigen Bereichen ein:
1. Politische Interessenvertretung und Tarifarbeit
Rund ein Drittel der Mittel fliesst in unser derzeit wichtigstes Ziel: die eingereichte Tarifstruktur zu stoppen und bessere, wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehören die fachliche und politische Analyse der Tarifstruktur, die Erarbeitung konkreter Alternativen, rechtliche Abklärungen und Studien (SOTOMO) sowie Gespräche mit dem Bundesrat, BAG, Parlament, Versicherern, Patientenorganisationen und weiteren Verbänden.
2. Geschäftsstelle und Mitgliederbetreuung
Ein wachsender Verband braucht eine professionelle Organisation. Die Geschäftsstelle koordiniert die Sitzungen und die Arbeitsgruppe, beantwortet Anfragen, betreut die Mitglieder, führt die Administration und Buchhaltung, organisiert Veranstaltungen und stellt sicher, dass die Beschlüsse des Vorstands umgesetzt werden. Aktuell wird zudem eine professionelle Mitgliederverwaltung aufgebaut und mit der Website verbunden.
3. Dienstleistungen
Ein Teil der Mitgliederbeiträge fliesst direkt in konkrete Leistungen für unsere Mitglieder. Bereits heute steht ihnen eine kostenlose Rechtsberatung zur Verfügung. Weitere Angebote werden derzeit aufgebaut und geprüft, darunter attraktive Lösungen für Rechtsschutz, Sach- und Haftpflichtversicherungen sowie die berufliche Vorsorge. Unser Ziel ist, dass sich eine PROphysio-Mitgliedschaft auch ganz praktisch auszahlt.
4. Kommunikation und Mitgliedergewinnung
Politischer Einfluss hängt auch von der Repräsentativität ab. Deshalb investieren wir in verständliche Informationen, unsere Website, Newsletter, Medienarbeit, Social Media sowie Veranstaltungen wie Physio Connect.
5. Qualität, Innovation und Daten
Langfristig wollen wir mit eigenen, belastbaren Daten aufzeigen, welchen medizinischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen eine moderne Physiotherapie schafft. Dazu bauen wir die Bereiche Qualität, Evidenz, Innovation und Daten schrittweise auf. Geplant sind Kooperationen mit Fachpersonen, Hochschulen, Versicherern und technischen Partnern.
Mehr über die Mitgliederbeiträge erfahren Sie im Interview mit Nina Zosso.
Bis jetzt hatten tausende von angestellten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten keine Stimme. Mit der Kollektiv-Mitgliedschaft können ODPs, die PROphysio Mitglieder sind, ihren Mitarbeitenden die Mitgliedschaft bei PROphysio schenken. So profitiert das gesamte Team von:
- Mitsprache und Mitgestaltung bei einer starken berufspolitischen Vertretung
- exklusiven Mitgliederangeboten und Dienstleistungen
- Informationen und Updates aus erster Hand
Eine Mitgliedschaft in mehreren Verbänden gleichzeitig ist problemlos möglich. PROphysio vertritt die Interessen von PhysiotherapeutInnen mit einem evidenzbasierten, wirkungsorientierten Verständnis von Physiotherapie, unabhängig vom Praxismodell, Praxisgrösse, Selbständigerwerbend oder angestellt. PROphysio arbeitet derzeit intensiv daran, das gesamte Spektrum an Dienstleistungen aufzubauen, das unsere Mitglieder von einem modernen Verband erwarten. Dazu gehören unter anderem der direkte Zugang zu den Tarifverträgen, ein kompetenter Rechtsdienst, attraktive Versicherungspakete sowie eine eigene Stellenbörse.
Bei PROphysio zahlen ODPs den Basisbeitrag für die Praxisgruppe oder -kette einmal pro Jahr.
Unabhängig davon, ob die Standorte rechtlich als eigene Gesellschaften (AG/GmbH) oder als reine Niederlassungen organisiert sind, gilt die Gruppe als eine Organisation:
1. Standort (Hauptstandort): CHF 1’000.– / Jahr
Jeder weitere Standort (Filiale): CHF 300.– / Jahr
Voraussetzung ist die statutarische Anmeldung aller Betriebsstätten der Gruppe (All-In-Prinzip). So profitieren Sie als Betreiber von fairen Konditionen und vollem administrativen Nutzwert.
Der Zusatzstandort-Beitrag (CHF 300.– / Jahr) fällt erst an, wenn es sich um eine vollwertige, eigenständige Filiale handelt.
Fragen zu den Dienstleistungen
Ja, der Tarifzugang ist in der Mitgliedschaft für ODPs und Selbstständige inklusive. Mehr Informationen zum Tarifzugang finden Sie auf der Angebotsseite.
Ja, wir werden ein umfassendes Versicherungspaket anbieten können. PROphysio-Mitglieder können dann von einer modernen Pensionskassenlösung, Berufshaftpflichtversicherung, Rechtsschutz und weiteren Versicherungslösungen profitieren. Wir informieren unsere Mitglieder, sobald es soweit ist.
Ja, absolut. PROphysio sieht im Zusatzversicherungsmarkt (VVG) ein wichtiges, zukunftsweisendes Innovationsfeld. Ziel ist es, mit den Versicherern gezielt neue Angebote ausserhalb der Grundversicherung (OKP) entwickeln – zum Beispiel in den Bereichen Prävention, Gesundheitscoaching, spezifische Assessments und medizinisches Training. Damit schaffen wir attraktive, neue Therapiemodelle für Patientinnen und Patienten sowie wirtschaftliche Perspektiven für moderne Praxen.
PROphysio prüft den Aufbau von verschiedenen Verbandsdienstleistungen. Aktuell gibt es über PROphysio noch keinen direkten Zugang zu einem eigenen CIRS (Critical Incident Reporting System). Da der Verband gerade erst gestartet ist, läuft die Qualitätssicherung im ersten Schritt über die für alle Mitglieder verbindliche Qualitäts- und Ethik-Charta.
Die Ausarbeitung konkreter Fehlermeldesysteme und Qualitätsvorgaben (auch im Hinblick auf die gesetzlichen Qualitätsverträge nach Art. 58a KVG) gehört zu den Kernaufgaben der neu geschaffenen Arbeitsgruppe Qualität und Innovation.
Fragen zum Tarifmodell
Unser Unternehmen ist auf Beratung, Produktentwicklung und Kundensupport spezialisiert. Wir passen unsere Dienstleistungen an die individuellen Bedürfnisse von Unternehmen in verschiedenen Branchen an und helfen ihnen, in einem wettbewerbsintensiven Markt zu wachsen und erfolgreich zu sein.
Aus unserer Sicht sollte ein moderner Tarif nicht primär die Dauer einer Behandlung vergüten, sondern eine wirksame, zweckmässige und wirtschaftliche Versorgung fördern. Genau deshalb schlagen wir eine Kombination aus Episodenpauschalen, Leistungspauschalen, Qualitätsanforderungen und Outcome-Messung vor.
Es ist bewusst beides mit klarer Trennung. Die tarifliche Grundarchitektur ist konkret definiert: drei Vergütungsstufen, Qualitätsanforderungen, Outcome-Messung, WZW-Leistungskatalog und Monitoring. Die vollständige Tarifmatrix mit einzelnen Positionen, Abrechnungsregeln und relativen Tarifgewichten ist der nächste Entwicklungsschritt.
Deshalb ist es wichtig, jetzt eine Alternative auf den Tisch zu legen. Unser «Tarifmodell der Zukunft» definiert die Grundarchitektur und die Richtung, in die sich die Tarifstruktur entwickeln sollte und bringt die Diskussion um die Vergütung der Physiotherapie ins Rollen. Unser Anliegen ist zweistufig: Erstens sollen der Bundesrat und die Öffentlichkeit jetzt wissen, dass es eine alternative tarifpolitische Perspektive gibt. Zweitens wollen wir diese Perspektive anschliessend mit Versicherern, Behörden und weiteren Akteuren konkretisieren.
Wir halten es für falsch, aus Zeitdruck die eingereichte Tariflogik als alternativlos zu betrachten. Gerade wenn ein System langfristig die Anreize der Leistungserbringung prägt, muss man auch kurz vor einem Entscheid noch die Frage stellen dürfen, ob die richtige Logik verfolgt wird.
Es geht darum, die Diskussion zu öffnen und eine Alternative zu definieren. Ein Entscheid über die unmittelbar anstehende Tarifstruktur muss nicht das Ende der Debatte über das Tarifmodell der Zukunft sein.
Nein. Wir wollen nicht zurück. Wir wollen
weiter. Unser Modell übernimmt die Vorteile einer Pauschallogik, ohne die
Komplexität der Physiotherapie auszublenden. Deshalb gibt es weiterhin eine
Zeitvergütung – aber gezielt für Situationen, in denen Zeit tatsächlich der
relevante Ressourcenverbrauch ist.
Deshalb ist die Fallpauschale bei PROphysio nicht einfach ein fixer Betrag ohne fachliche Leitplanken. Eine Episode umfasst Assessment, Zieldefinition, Therapie, Reassessment und Abschluss. Zusätzlich werden Indikation, Risikoklasse, Ziele, Outcome-Parameter, Behandlungskorridor sowie Abschluss- und Abbruchkriterien definiert. Wir wollen nicht «möglichst schnell fertig» belohnen, sondern eine fachlich definierte Episode sinnvoll und WZW-konform steuern.
Das stimmt. Deshalb geht es nicht um einen einzigen Erfolgswert für alle Patienten. Outcome soll indikationsbezogen und passend zur Situation gemessen werden. Bei akuten Beschwerden kann Verbesserung ein Ziel sein, bei chronischen oder progredienten Erkrankungen kann Stabilisierung, der Erhalt von Funktion oder die Verzögerung einer Verschlechterung das medizinisch relevante Ziel sein.
Das Gegenteil ist das Ziel. Routineadministration soll in die Behandlungspauschale integriert werden. Separate Vergütung gibt es nur für medizinisch notwendige Koordination oder ausdrücklich bestellte zusätzliche Leistungen. Damit soll gerade der heutige Anreiz verschwinden, Administration über einzelne Zeiteinheiten abzubilden.
Das Modell ist so konzipiert, dass der reine Systemwechsel kostenneutral ausgestaltet werden kann.
Nein, so weit geht das Gutachten ausdrücklich nicht. Das Gutachten zeigt: Der eingereichte Zeittarif setzt Fehlanreize, indem er die Länge der Behandlung als Mass für die Vergütung nimmt. Das kostet Versorgungskapazität und führt zu längeren Wartezeiten. Wir brauchen eine Tarifstruktur, die Qualität, Wirksamkeit und moderne Physiotherapie fördert – nicht längere Behandlungen und weniger behandelte Patientinnen und Patienten.
Wir haben von Anfang an einen klaren Fokus auf die Beziehung zur Politik gelegt. Damit haben wir nun einen konstanten Dialog mit den wichtigsten politischen Entscheidern. Zudem haben wir unser Modell durch Polymonics bereits jetzt rechtlich absichern lassen und wissen aus ihrer Expertise, wo die Stärken und Schwächen den jeweiligen Tarifstrukturen liegen.
Um eine angemessene Vergütung der tatsächlich notwendigen und qualitativ hochwertigen Leistung. Die Frage ist nicht «mehr Geld oder weniger Geld», sondern: Wofür wird bezahlt? Unser Modell schafft die Möglichkeit, effiziente und wirksame Physiotherapie besser abzubilden, ohne automatisch die Gesamtkosten zu erhöhen.
Fragen zur Verbandstruktur
Ja, Wahlen sind fest eingeplant. Das aktuelle Präsidium und der Vorstand sind derzeit ausdrücklich interimistisch (ad interim) im Amt.
Gemäss unseren Statuten – insbesondere Artikel 18 zu den demokratischen Stimmrechten – bestimmen die Mitglieder die Führung des Verbandes selbst. Sobald die Mitgliederbasis aufgebaut ist, wird die ordentliche Mitgliederversammlung die regulären Wahlen durchführen. Die genauen Details zum Ablauf finden Sie in den Statuten.
Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Praxisgrösse. Organisationen der Physiotherapie verfügen über zusätzliche Stimmen pro Standort, da sie eine grössere organisatorische Verantwortung für Versorgung, Ausbildung und Infrastruktur tragen. Diese Ausgestaltung befindet sich, wie der ganze Verband, im Aufbau und wird mit wachsender Mitgliederbasis laufend überprüft.
Organisationen der Physiotherapie investieren überdurchschnittlich in Infrastruktur, Weiterbildung und Ausbildungsplätze und tragen damit eine besondere Verantwortung für die Versorgung. Das zusätzliche Stimmengewicht bildet diesen Beitrag ab. Gleichzeitig behält jedes Einzelmitglied sein eigenes, unabhängiges Stimmrecht.
Nein, jedes Mitglied stimmt persönlich und unabhängig ab. Das gilt selbstverständlich auch für bei einer ODP angestellte Physios. Bereits ist die Mitgliederbasis so breit und vielfältig, dass einzelne grosse Organisationen kein Gewicht haben. PROphysio ist daran, diese Vielfalt über die kommenden Monate aktiv zu stärken: Wir stehen nicht für ein Praxismodell ein, sondern für eine moderne und wirkungsorientierte Physiotherapie.
PROphysio befindet sich im Aufbau und gewinnt laufend neue Mitglieder aus allen Praxisgrössen und Regionen der Schweiz. Die gesetzlich geforderte Repräsentativität nach Art. 59c KVV wird mit wachsender Mitgliederbasis kontinuierlich gestärkt. Je mehr Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sich anschliessen, desto breiter und aussagekräftiger wird unsere Vertretung am Verhandlungstisch.
Die Statuten bilden den aktuellen Stand eines Verbands, der sich im Aufbau befindet. Mit wachsender Mitgliederbasis und den ersten ordentlichen Wahlen werden sie im demokratischen Rahmen weiterentwickelt. PROphysio versteht die Statuten als lebendes Dokument, das mit dem Verband mitwächst.
Gemäss den Statuten, insbesondere Artikel 18 zu den demokratischen Stimmrechten, bestimmen die Mitglieder die Führung und Ausrichtung des Verbandes selbst. Sobald die Mitgliederbasis aufgebaut ist, führt die ordentliche Generalversammlung die regulären Wahlen durch und kann Statutenänderungen beschliessen. Jedes Mitglied kann sich über diesen Weg aktiv einbringen - und die Zukunft der Physiotherapie in der Schweiz mitgestalten.
Fragen zum Tarifzugang
Ja, diese Unterstützung bieten wir. Wichtig zu wissen: Die Möglichkeit, über die gültigen Tarifverträge mit der OKP abzurechnen, ist rechtlich nicht von einer Verbandsmitgliedschaft abhängig. PROphysio-Mitglieder haben vollen Zugang zu allen relevanten Tarifverträgen. Mehr dazu erfahren Sie auf der Angebotsseite Tarifzugang.
Ja. Auch ohne Mitgliedschaft bei einem Berufsverband können Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten weiterhin Leistungen zulasten der Krankenversicherung abrechnen.
Eine Mitgliedschaft bei einem Verband ist keine Voraussetzung für die Tarifanwendung. Das Gesetz erlaubt jedoch, dass Berufsverbände für den Beitritt zu Tarifverträgen Gebühren erheben.
Wer heute nicht Mitglied in einem Verband ist, muss derzeit mit zusätzlichen Kosten sowie einer einmaligen Beitrittsgebühr rechnen. PROphysio setzt sich dafür ein, dass ein Vertragsbeitritt künftig ohne diese zusätzlichen Kosten möglich wird und arbeitet mit Hochdruck am eigenen Tarifzugang.
Fragen zur Verbandsgründung
Die Physiotherapie hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Die Akademisierung des Berufs, höhere Anforderungen an Evidenz und Qualität sowie der steigende Versorgungsbedarf haben den Beruf weiterentwickelt. Gleichzeitig stellen wir fest, dass die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hinter dieser Entwickung zurückgeblieben sind. Die Diskussion um die neue Tarifstruktur haben diese Diskrepanz sichtbar gemacht. Wir sind überzeugt, dass die moderne und evidenzbasierte Physiotherapie eine Branchenvetretung braucht, die sich für tragfähige Rahmenbedingungen und eine qualitativ hochwertige Versorgung einsetzt.
Der Verband wurde schlussendlich aus Sorge über das Verhandlungsergebnis über die neue Tarifstruktur gegründet.
PROphysio ist der Branchenverband der Physiotherapie. Wir setzen uns für eine starke Branche und Rahmenbedingungen, damit eine eine qualitativ hochwertige und wirtschaftlich tragfähige Versorgung langfristig gesichert ist. Wir vertreten die Branche gegenüber Politik, Behörden und Krankenversicherungen. Als Branchenverband setzt sich PROphysio dafür ein, dass Physios ihre Arbeit auch künftig unter fairen und nachhaltigen Bedingungen leisten können. Wir vertreten die Interessen der Branche gegenüber Politik, Behörden und Krankenversicherungen und engagieren uns für eine hochwertige Versorgung in der ganzen Schweiz.
PROphysio vertritt die Interessen der modernen und evidenzbasierten Physiotherapie in der Schweiz – unabhängig von ihrer Praxisgrösse oder ihrem Tätigkeitsmodell.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Anliegen der zahlreichen kleinen und mittleren Praxen, die nach unserer Einschätzung in den bisherigen Tarifverhandlungen zu wenig berücksichtigt wurden.
Ja. PROphysio wächst aktuell in der ganzen Schweiz, in städtischen wie auch in ländlichen Regionen. Unser Ziel ist eine Tarifstruktur und Rahmenbedingungen, die eine gute Versorgung unabhängig vom Standort der Praxis sichern. Mit jeder neuen Mitgliedschaft wird diese regionale Vertretung breiter.
PROphysio vertritt die Interessen der modernen und evidenzbasierten Physiotherapie in der Schweiz, unabhängig von Praxisgrösse oder Tätigkeitsmodell. Willkommen sind Einzelpraxen, Praxisverbände, Grosspraxen, Kliniken sowie deren angestellte Therapeutinnen und Therapeuten. Im Zentrum steht nicht die Unternehmensform, sondern eine gemeinsame Arbeitsphilosophie: qualitativ hochwertige, wirkungsorientierte Physiotherapie.
Nein. Ein besonderer Fokus liegt auf den Anliegen der zahlreichen kleinen und mittleren Praxen, die in bisherigen Tarifverhandlungen aus unserer Sicht zu wenig berücksichtigt wurden. Aktuell stammt ein grosser Teil unserer Mitgliederpraxen aus diesem Segment. PROphysio steht allen Praxisgrössen offen und setzt sich für Rahmenbedingungen ein, die für die ganze Branche tragfähig sind.
Ja, PROphysio deckt selbstverständlich auch die Domizilphysiotherapie ab. Als Berufsverband vertreten wir alle Sparten und Praxisformen der Schweizer Physiotherapie. Wir kennen die besonderen Herausforderungen der mobilen Physiotherapie aus eigener Erfahrung sehr gut. Unser klares Ziel ist es, eine Tarifstruktur zu erwirken, die den spezifischen Anforderungen und dem besonderen Aufwand in der Domiziltherapie vollumfänglich Rechnung trägt. Die Erarbeitung und politische Positionierung solcher Lösungen gehört zu den Kernaufgaben unserer fachspezifischen Arbeitsgruppen.
Ja, PROphysio deckt selbstverständlich auch die pädiatrische Physiotherapie ab. Als Berufsverband vertreten wir alle Sparten und Praxisformen der Schweizer Physiotherapie. Wir kennen die besonderen Herausforderungen der Kinder-Physiotherapie aus eigener Praxiserfahrung sehr gut.Unser klares Ziel ist es, eine Tarifstruktur zu erwirken, die den spezifischen Anforderungen und dem besonderen Aufwand in der Pädiatrie vollumfänglich Rechnung trägt. Die Erarbeitung und politische Positionierung solcher Lösungen gehört zu den Kernaufgaben unserer fachspezifischen Arbeitsgruppen.
PROphysio befindet sich derzeit im Aufbau. Der Verband verfügt über einen Vorstand, ein Präsidium, eine Geschäftsführung sowie einen politischen Beirat.
Aktuell bestehen Arbeitsgruppen zu den Themen Politik und Tarife. Weitere Arbeitsgruppen, beispielsweise zu Qualität und Innovation, sind geplant.
Die politische Beratung und die interimistische Geschäftsführung werden derzeit durch Impact2Go unterstützt.
Wir sind mit dem Verhandlungsergebnis des Branchenverbandes bezüglich der neuen Tarifstruktur unzufrieden, das ist keine Frage. Wir wollen den neuen Verband aber nicht als Konkurrenz verstanden wissen. In einer Demokratie ist es legitim, dass unterschiedliche Akteure unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Entscheidend für uns ist, dass die moderne Physiotherapie an Einfluss gewinnt, um die Versorgung langfristig zu sichern. Wo gemeinsame Interessen bestehen, streben wir selbstverständlich den Dialog und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen an.
PROphysio geht mit Physioswiss einig, dass es eine Erhöhung des Taxpunktwerts bedarf. PROphysio schätzt die von Physioswiss verhandelte Tarifstruktur aber als grosses Risiko für die Versorgung ein. Deshalb setzt sich PROphysio für eine Tarifstruktur ein, welche die Rahmenbedingungen einer modernen und wirkungsorientierten Physiotherapie abbildet.
Die Petition «Physio140» entstand vor der Gründung von PROphysio und richtete sich gegen die Einführung der neuen Tarifstruktur. Rund ein Drittel der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten hat sie unterzeichnet. Sie fordert mindestens 140 Franken Bruttoumsatz pro Stunde: faire-physio-tarife.ch
Die zweite Petition von Physioswiss verfolgt ein anderes Ziel: Sie fordert höhere Taxpunktwerte auf kantonaler Ebene.
Physiozentrum hat die Gründung von PROphysio sowohl personell als auch finanziell unterstützt. Aktuell besteht der Vorstand aus zwei Mitgliedern des Physiozentrum (Christoph Landolt und Alexandra Helbling), aber auch aus Philipp Peter, Alain Amacker, Markus Angst, Nina Zosso und Evelyne Wirz – also auch aus Personen mit kleinen oder mittleren Praxen.
Mit dem Wachstum des Verbands wird sich diese Zusammensetzung weiterentwickeln. Je mehr Mitglieder PROphysio gewinnt, desto breiter wird die Vertretung unterschiedlicher Praxisformen, Selbständigen und Regionen sein.
Fragen zu den Tarifen
Moderne Praxen sind besonders betroffen, weil sie in Qualität, Weiterbildung und Infrastruktur investieren. Gemäss der Sotomo-Umfrage rechnen insgesamt 55% der befragten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten mit Einkommens- beziehungsweise Umsatzverlusten durch die neue Struktur. Fast ein Viertel (24%) erwartet sogar herbe Einnahmeausfälle von 20% oder mehr – entweder für sich selbst oder für die eigene Praxis. Da die neue Struktur ein Zeittarif ist, der Behandlungen in Fünf-Minuten-Schritten abrechnet, sinkt der erzielbare Stundenumsatz für viele Praxen spürbar. Allerdings sind nicht alle Praxismodelle und Regionen gleich stark von den Einbussen betroffen. Um genau auszurechnen, was die Umstellung für deine persönliche Situation bedeutet, empfehlen wir dir, die offiziellen Tarifrechner zu nutzen: Tarifrechner von swissODPTarifrechner von Physioswiss
Ein Entscheid des Bundesrats wird für diesen Herbst erwartet. In der kurzen Zeit bis dahin werden wir aufzeigen, dass die von Physioswiss und den Versicherern erarbeitete Tarifstruktur mangelhaft ist. Gleichzeitig bringen wir uns bereits für neue, zukunftsgerichtete Lösungen in Stellung. Solange der eingereichte Vorschlag nicht genehmigt ist, ist noch alles offen. Damit wir bei den kommenden Verhandlungen das nötige Gewicht haben, brauchen wir eine starke Vertretung. Unterstütze uns dabei und werde jetzt Mitglied!
Bevor der Bundesrat entscheidet, legt PROphysio dar, warum die Tarifstruktur nicht bewilligt werden darf. Die gesetzlich geforderte Repräsentativität der Daten ist nicht gegeben. Zudem schafft der reine Zeittarif falsche Anreize: Er belohnt nicht die effizienteste Therapie, sondern treibt die Behandlungszeit künstlich in die Länge, was zu höheren Fallkosten und Versorgungsengpässen führt.
Der Weg an den Verhandlungstisch führt über die gesetzlich geforderte Repräsentativität. Der Prozess: Gemäss Art. 59c der Krankenversicherungsverordnung (KVV) müssen Tarifverträge von Parteien abgeschlossen werden, die für die betroffenen Leistungserbringer repräsentativ sind. Unser unmittelbares Ziel ist es, die Genehmigung der aktuellen, mangelhaften Tarifstruktur zu stoppen und Mängel aufzuzeigen.
Gleichzeitig bringen wir uns aktiv in Stellung, um als neuer Verhandlungspartner aufzutreten. Je mehr Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten uns unterstützen und Mitglied werden, desto schneller erreichen wir die nötige Repräsentativität, um am Verhandlungstisch nicht mehr übergangen zu werden.
Wer das „OK“ für die neue Tarifstruktur erteilt: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) prüft die eingereichten Tarifstrukturen inhaltlich sowie formal auf ihre Gesetzeskonformität. Die abschliessende Genehmigung der Tarifstruktur – und damit die offizielle Legitimation der Vertragsparteien – erteilt der Bundesrat. Solange die Struktur nicht genehmigt ist, besteht die Chance, diese abzuwenden.
Das lässt sich heute nicht als Tatsache behaupten. Das Gutachten von Polynomics zeigt aber, dass der neue Tarif längere abrechenbare Behandlungszeit stärker vergütet. Bei unveränderter Arbeitszeit bedeutet eine höhere durchschnittliche Sitzungsdauer grundsätzlich weniger mögliche Sitzungen. Daraus könnten geringerer Patientendurchsatz, längere Wartezeiten oder zusätzlicher Personalbedarf entstehen. Ob diese Effekte tatsächlich und in welchem Umfang eintreten, muss nach Einführung empirisch beobachtet werden.
Nein. Die eingereichte Tarifstruktur ist ein Vorschlag der Tarifpartner und befindet sich weiterhin im politischen Genehmigungsprozess.
PROphysio ist überzeugt, dass weiterhin Einfluss auf die Ausgestaltung genommen werden kann und muss. Dabei orientieren wir uns insbesondere an den gesetzlichen WZW-Kriterien (Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit), die auch für das BAG von zentraler Bedeutung sind.
Auch wenn die neue Tarifstruktur am 1.1.2027 in Kraft treten sollte, sind für allfällige Nachverhandlungen und für die weitere Begleitung / Monitoring ein starker Branchenverband besonders wichtig.
Ja, wir arbeiten intensiv an einem klaren Zielmodell für eine moderne, wissenschaftlich fundierte und wirtschaftlich tragfähige Physiotherapie. Grundlage einer modernen Tarifstruktur müssen die gesetzlich geforderten WZW-Kriterien (Wirksamkeit, Zweckmässigkeit, Wirtschaftlichkeit) bilden.
Eine zeitgemässe Tarifstruktur fördert Qualität und Wirkamkeit, nicht Mengenausweitung. Wer in Weiterbildung, evidenzbasierte Behandlung, moderne Infrastruktur und Qualität investiert, soll in Zukunft auf Rahmenbedingungen zählen, die dieses Engagement ermöglichen. Nur so kann die Physiotherapie in der Schweiz sich für Patientinnen und Patienten auch in Zukunft weiterentwicklen.
Entscheidend ist die Qualität der Behandlung und nicht der Zeittarif. Die Tarifstruktur entscheidet darüber, welche Leistungen im Gesundheitswesen gefördert werden. Aus Sicht von PROphysio bildet der heutige Stand der Tarifstruktur die Realität moderner Physio-Praxen nicht ab.
Zudem müssen neue Tarife kostenneutral sein, was bedeutet: Das Gesamtsystem gibt nicht mehr Geld aus als heute. Die 140 Franken pro Stunde entstehen durch Anpassungen in der Tarifstruktur und einem höheren Taxpunktwert.
Das Ziel ist eine Tarifstruktur, die Qualität, Wirksamkeit und eine gute Versorgung mit moderner Physiotherapie fördert. Sie muss:
Qualität berücksichtigen
wirksame Behandlungen unterstützen
Versorgung sichern
wirtschaftlich tragfähige Praxen ermöglichen
die WZW-Kriterien erfüllen
Wir haben ein Tarifmodell erstellt, hier finden Sie mehr Informationen dazu.
Ein Stundenumsatz von 140 Franken ist das betriebswirtschaftliche Minimum für eine kostendeckende Praxis. Dieser setzt sich aus der nationalen Tarifstruktur (Anzahl Taxpunkte) und dem kantonalen Taxpunktwert zusammen.
Höhere Taxpunktwerte sind dringend nötig, lösen das Grundproblem aber nicht. Mit der neuen Tarifstruktur ist ein Grossteil der Praxen weiter von den 140 Franken entfernt denn je. Eine Erhöhung der Taxpunktwerte um 30% schätzen wir als unrealistisch ein.
Deshalb liegt die Lösung nicht alleine im Taxpunktwert, sondern zwingend bei der neuen Tarifstruktur, die wirkungsorientiert ist und Anreize für Qualität setzt. Hilf uns, dieses Ziel zu erreichen, und werde jetzt Mitglied bei PROphysio – dann ist ein Tarif von 140 Franken pro Stunde möglich.
Die Kostenneutralität bezieht sich auf das Gesamtsystem. Die 140 Franken pro Stunde sind ein Mix aus Anpassungen in der Tarifstrutkur und einem höheren Taxpunktwert. Nur so kann die Versorgung und die Qualität langfristig gesichert werden.
Bei einer Nicht-Genehmigung bleibt die aktuelle Tarifstruktur wohl befristet in Kraft. Denkbar ist auch ein erneuter Tarifeingriff. PROphysio bringt sich deshalb direkt als neuer Verhandlungspartner ein. Ziel ist, eine moderne Tarifstruktur zu erarbeiten, die Qualität, Wirksamkeit und Behandlungserfolg belohnt, statt nur den Zeitaufwand. Die Versicherer sehen wir dabei als Partner, nicht als Gegner.
Nein, auf keinen Fall: Auch wenn die neue Tarifstruktur am 1.1.2027 in Kraft treten sollte, geht unser Auftrag weiter: Es wird Nachverhandlungen und Monitorings für die ein starker Branchenverband besonders wichtig ist. Wir werden dann die Tarifentwicklung eng begleiten.
Ziel ist eine Tarifstruktur, die die Realität moderner Physiotherapiepraxen abbildet und die richtigen Anreize setzt. Aus Sicht von PROphysio genügt es nicht, ausschliesslich über höhere Taxpunktwerte zu diskutieren. Ebenso wichtig ist die Tarifstruktur selbst, denn sie entscheidet darüber, welche Leistungen gefördert werden und welche Anreize im Versorgungssystem entstehen. PROphysio will die Verantwortung als gesundheitspolitische Stimme wahrnehmen und sich in die politischen und tarifarischen Entscheidungsprozesse einbringen.
Die rechtliche Grundlage bildet Artikel 59 KVG. Dieser sieht vor, dass repräsentative Berufsverbände Tarifverhandlungen führen können.
PROphysio möchte aufzeigen, dass ein bedeutender Teil der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten durch die bisherige Vertretung nicht ausreichend repräsentiert wird. Mit einer wachsenden Mitgliederbasis und entsprechenden Umfragen soll diese Repräsentativität belegt werden. Werde jetzt Mitglied.
Wir erwarten vor allem, dass nicht nur zwischen «heutigem Tarif» und «eingereichtem Tarif» entschieden wird. Wir möchten, dass auch die Frage gestellt wird: Wie soll die Physiotherapie der Zukunft /vergütet werden? Deshalb haben wir bei PROphysio eine konstruktive Alternative entwickelt und dafür mit Versicherern, Behörden und Politik diskutiert.